in Albanien

11.11.2018 | Blog

Seit zehn Jahren lebt Bruder Andreas in Albanien. Der deutsche Kapuziner ist Missionar in der Bergregion um die Kleinstadt Fushë-Arrëz, im Norden des Balkanstaates. Wenn wir in Deutschland von Mission sprechen, dann hat das oft einen negativen Beigeschmack. Da denkt man vielleicht an die Kreuzzüge oder stellt sich einen Missionar mit Tropenhelm im Dschungel vor. Aber was bedeutet Mission heute wirklich und wie lebt man als Missionar? Bruder Andreas und der albanische Bruder Gjon berichten von ihrer Arbeit im ärmsten Land Europas. Sie erzählen von der Situation der Kirche in Albanien, von Armut, Arbeitslosigkeit und von Menschen ohne Perspektive. Die Kapuziner leben dort, wo alle eigentlich nur weg wollen.

Im Gegensatz zu dem, wie man Kirche bei uns in Deutschland oft erlebt, ist die Kirche Albaniens lebendig und im Aufbruch. Die Kirche ist jung, es gibt viele, die das kirchliche Leben mittragen, mitgestalten und am Gottesdienst teilnehmen. Und die meisten davon sind eben jung. Viele junge Menschen engagieren sich. Sie nehmen aktiv teil am Leben der Gemeinde und am Gottesdienst.

Viele Menschen in der Region Fushë-Arrëz sehen keine Perspektive für ihre Zukunft. Es ist die Ärmste Region Albaniens bei einer Arbeitslosigkeit von schätzungsweise 85 Prozent. Besonders schwer ist dies für die jungen Leute. Viele trauen sich nicht eine Familie zu gründen, weil sie den Lebensunterhalt nicht aufbringen können. Die meisten wollen nur weg. Sie träumen von einer besseren Zukunft. Zum Beispiel in der Hauptstadt Tirana oder in Deutschland. Nicht wenige kamen in den letzten Jahren zu uns, als Flüchtlinge vor der Armut.

Einen Eindruck von der Arbeit in Fushë-Arrëz bekommt ihr auf der –> Seite der Missionsstation.

Im Gespräch

Bruder Christian

Kapuziner, Host von podkap

Bruder Andreas

Kapuziner, Missionar in Albanien

Frat (Bruder) Gjon

Kapuziner aus Albanien

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